Quartalsbericht Klima Q3/2021

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind eines der Kernsäulen der Unternehmensphilosophie von WEROCK. Wir wollen stetig besser werden. Dies haben wir bereits im letzten Quartalsbericht geschrieben und daran hat sich nichts geändert. Mit unseren Reports auf Quartalsbasis wollen wir Einblicke in unsere Umweltschutzbemühungen geben und allen Beteiligten gegenüber maximale Transparenz bieten.

Mit unseren Produkten wollen wir nicht nur das Leben von Alltagshelden erleichtern. Wir wollen auch einen positiven Einfluss auf das Klima bewirken. Deswegen kompensieren wir vollständig alle Emissionen unserer Eigenmarkenprodukte. In regelmäßigen Abständen überprüfen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten inwiefern wir Verpackung, Logistik aber auch das Produkt selbst umweltfreundlicher gestalten können.

Wir können nicht bis 2070 warten, um Treibhausgas zu sein, und wir hoffen, dass alle von uns, die dazu in der Lage sind, eine Führungsrolle übernehmen und das tun, was wir für unseren Planeten und die Menschheit tun können. Das es JETZT an der Zeit ist zu handeln haben die Flutkatastrophe im Ahrtal, die Hitzewelle in den USA oder in der Shanxi Provinz in China zeigen es mehr als deutlich. Experten sind sich einig, dass dies die direkten Auswirkungen des Klimawandels sind. Während bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow weiterhin nur dasselbe unverbindliche Gefasel betrieben wird und das Problem auf zukünftige Generationen verschoben wird.

Emissionen

Im Vergleich zum zweiten Quartal sind unsere Emissionen leicht gestiegen und liegen etwa im prognostizierten Level bei etwa dem Doppelten. Grund dafür sind die erfreulicherweise stark gestiegenen Absätze sowie das gleichzeitig gewachsene Team.

 

Im Moment können wir die Emissionen leider noch nicht genauestens berechnen. Die Ungenauigkeit kommt insbesondere von fehlenden realen Emissionsdaten. Unter ökonomischen Gesichtspunkten kippen wir nun lieber „zu viel“ in Kompensationsprojekte, als es genau auszurechnen. Uns fehlen für die genaue Recherche noch die passenden Ressourcen.

 

Kompensation

Auch im dritten Quartal kompensieren wir unsere Gesamtemissionen mit Projekten nach Gold Standard. Mit dieser Kompensationszahlung unterstützen wir nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die lokale Gemeinde im Bereich Gesundheitsversorgung, Bildung, sauberes Trinkwasser und wirtschaftliche Entwicklung.  Klimaschutz darf kein purer Aktionismus sein. Gerade bei Kompensationsprojekten ist es wichtig, dass die zugehörige Infrastruktur ebenfalls nachhaltig gestärkt wird, damit die Klimaschutzprojekte auch langfristig durch die Bevölkerung vor Ort gepflegt werden können.

Aus diesem Grund investieren wir nur in Projekte die mindestens 5 der 17 Sustainable Development Goals der vereinten Nationen erfüllen.

Bereits im zweiten Quartal haben wir den Bau einer 22,5 Megawatt Windkraftanlage im Bundesstaat Rajasthan in Indien (an der Grenze zu Pakistan) unterstützt. Unser Partner vor Ort ist die Orange Renewable Power Pvt Ltd, ein Betreiber von Windkraftanlagen und Solarparks. Leider ist das Projekt noch nicht vollständig finanziert, weshalb wir das Projekt nochmals unterstützen wollen. Wind- und Solarkraft sind in unseren Augen äußerst wichtige Helfer für die Energiewende. Das Projekt erfüllt fünf nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) der vereinten Nationen:

  • Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen:
    Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

    Die insgesamt 450 Schüler der Higher Secondary School im Dorf Rampuriya profitieren vom Bau zweier separater Toilettenblöcke für Jungen und Mädchen.

    Unser Projektpartner engagiert sich im Rahmen verschiedener Projekte. Unter anderem bei der Behandlung kranker Menschen, Aufklärung und zur Krebsvorsorge z.B. durch den Aufbau medizinischer Camps.

  • Ziel 4 Hochwertige Bildung:
    Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.

    Verteilung von wichtiger Schulausrüstung an die Higher Secondary School im Dorf Rampuriya, von der über 150 Kinder profitieren. Außerdem werden Fahrräder an 30 Schülerinnen verteilt, um die Mobilität zu verbessern.
  • Ziel 6 Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
    Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

An der Sr. Secondary School Ambirama wird ein Bohrbrunnen mit Tauchpumpe und einem Wasserspeichertank errichtet, der eine sichere Wasserquelle zum Trinken und für häusliche Zwecke (Kochen, Waschen und sanitäre Einrichtungen) für über 850 Schüler und die örtliche Bevölkerung bietet. Eine 500 Meter lange Wasserleitung wird verlegt, um 100 Mädchen in einem von der Regierung betriebenen Wohnheim mit sicherem und sauberem Wasser zu versorgen, um die Ausbildung von Stammesmädchen im Distrikt Pratapgarh in der Stammesregion von Rajasthan zu fördern. Ebenfalls werden auch zwei Wassertanks zur Verfügung gestellt, um Wasser zu speichern.

Ein Wassertank und eine Wasseraufbereitungsanlage werden in der Devgarh-Polizeistation und der Salamgarh-Polizeistation installiert, die einen einfachen Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser bieten, wovon die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit profitieren.

  • Ziel 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
    Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

    Dieses Projekt hat dauerhafte Arbeitsplätze für 88 Personen geschaffen (einschließlich Sicherheitspersonal, Aufsichtspersonal und Ingenieure), von denen 55 Mitarbeiter vor Ort eingestellt wurden.

  • Ziel 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
    Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

    Während der Aufbau des Windkraftparks an sich bereits eine Klimaschutzmaßnahme darstellt, werden zusätzlich Bäume gepflanzt. Es werden regelmäßig Baumpflanzaktionen in Schulen, Umspannwerken und an öffentlichen Plätzen durchgeführt, um ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen.

Die Kompensation unserer robusten Tablets, Notebooks und Handhelds erfolgt direkt nach dem Wareneingang und nicht erst mit dem Verkauf. Sobald wir die finalen Versandgewichte haben, werden die entstandenen Emissionen dieser Geräte mit der nächsten Abrechnungsperiode kompensiert. Dabei versuchen wir die Balance zu finden zwischen kurzen Lieferzeiten und nur so viel zu produzieren, wie benötigt wird. Für den Versand zu unseren Kunden wählen wir in der Regel den DHL GoGreen Versand, der ebenfalls vollständig CO2-kompensiert ist.

Fortschritte

WEROCK ist ab sofort zertifiziertes Mitglied der Leaders for Climate Action, welche sich für eine positive Entwicklung im Bereich Umweltschutz einsetzen. Selbstverständlich steht WEROCK auch für die Forderungen der Entrepreneurs4Future.

Rückschläge

Die Bauteileknappheit rund um elektronische Komponenten bleibt weiterhin angespannt und gleichzeitig tun sich neue Schwierigkeiten auf. Internationale Logistikpreise und Lieferzeiten explodieren förmlich, genauso wie Komponentenpreise (zumindest von den Komponenten die lieferbar sind). Gerade der Seeweg ist eine Katastrophe und wird laut Info von Schenker wohl noch bis Q4/2023 so bleiben, was erhebliche Einflüsse auf den weltweiten Warenfluss selbst hat – auch außerhalb der Seefracht.

In der Vergangenheit hat Belarus aufgrund politischer Differenzen gedroht den Warenverkehr zwischen Deutschland und China zu blockieren, was den Warenverkehr per Zugfracht betrifft anbelangt. Für uns erst einmal kein Beinbruch, da die Laufzeiten auf der Schiene inzwischen genauso hoch sind wie bei Seefracht – kurzum für unsere Projekte aktuell vollkommen inakzeptabel.

Doch damit nicht genug Ärger an der Backe: Weil Chinas Kraftwerke zu wenig Kohle bekommen, häufen sich Stromausfälle. Einer unserer Fertiger muss bereits Teilweise mit Dieselgeneratoren seine Fabrik am Laufen halten um die Produktion selbst nicht zu gefährden.

Ausblick

Für das vierte Quartal erwarten wir einen leichten Rückgang Emissionen. Dies liegt daran, dass viele Projekte bereits in das nächste Jahr verschoben wurden und unser Headcount derzeit niedrigerer ist.

Unser Ziel ist es zukünftig nur noch Projekte mit mindestens 8 der SDG-Ziele zu unterstützen, dies muss jedoch ökonomisch weiter abgewogen werden.

Derzeit arbeiten wir an unserem ersten Fabrik-Audit mit unseren Suppliern zusammen und bewerten den Produktionsprozess als ganzes auch mit den umgebenden Faktoren (Soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, wohltätige Aktivitäten, Waste Management usw). Hier zeichnet sich bereits ab, dass wir uns von mindestens einem Lieferanten trennen werden.

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