Das letzte Quartal war operativ geprägt von vielen Endjahresprojekten, hierfür möchten wir uns bei unseren Kunden für Ihr Vertrauen bedanken. Dank der höheren Lagerbestände, die wir über das Jahr aufgebaut haben waren wir besonders gut Lieferfähig. Das hat dazu geführt, dass wir in Q4/2025 weniger produzieren mussten und unsere Produktionsemissionen geringer ausgefallen sind
Treibhausgasemissionen
WEROCK erfasst alle Emissionen nach GHG-Protokoll, inklusive der sogenannten Scope 3 Emissionen. Das GHG-Protokoll unterscheidet hierbei zwischen Scope 1 (direkten Emissionen z.B. durch eigene PKWs, Öfen und andere Anlagen …), Scope 2 (indirekte Emissionen die in direktem Zusammenhang mit Scope 1 stehen – also Strom, Dampf, Heizung und Kühlung) sowie Scope 3 (indirekte Emissionen durch eingekaufte Güter, Transport, Abfall, Reisen usw – aber auch in externen Fabriken hergestellte Produkte). Für das vierte Quartal 2025 liegen unsere berechneten Treibhausgasemissionen bei 105 Tonnen CO₂e und damit um 63% weniger Emissionen als für das dritte Quartal. Der größte Teil entfällt – wie bei einem Hardware-Hersteller erwartbar – auf die vor- und nachgelagerten Prozesse und einem Scope-3-Anteil von 93,25%.
Klimaneutralisiert durch Kompensation
Computer können leider nicht klimaneutral hergestellt werden. Teil unserer Unternehmensphilosophie ist es jedoch, unvermeidbare Emissionen zu kompensieren, um zumindest bilanziell klimaneutral zu sein. Dafür investieren wir in nachhaltige Projekte mit hohen Standards, die -sofern möglich- mindestens fünf der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erfüllen. Wer diese Gelder erhält und wie sie verwendet werden, erfahren Sie regelmäßig in diesem vierteljährlichen Klimabericht.
Für die Kompensation in Q4/2025 haben wir ein Gold-Standard-zertifiziertes Klimaschutzprojekt in Kolumbien ausgewählt: das „Santander and Las Tapias Renewable Energy Project“. Dieses Projekt konzentriert sich auf die Keramikfabrik Santander, einen Hersteller von roter Keramik mit Sitz in der Gemeinde Soacha im Bundesstaat Cundinamarca in Kolumbien. Santander ist auf die Herstellung von Keramikziegeln spezialisiert, die in erster Linie für den regionalen Markt im Großraum Bogotá bestimmt sind.
Das Projekt mindert die negativen Auswirkungen des Kohleverbrauchs, der zu Treibhausgasemissionen und zum Klimawandel beiträgt und in der Region weit verbreitet ist. In traditionellen Brennöfen wird in kolumbianischen Keramikfabriken üblicherweise eine große Menge Kohle verbrannt, und Santander ist die einzige von 50 Fabriken in der Region, die erneuerbare Biomasse verwendet.
Im Gegensatz zur etablierten Praxis optimiert das Projekt die thermische Energie, indem es Biomasse-Rückstände – Sägemehl, Holzrückstände sowie Zellstoff- und Papierschlamm – als primäre Brennstoffquelle für Keramiköfen nutzt und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, insbesondere Kohle, ersetzt. Durch die Substitution von Kohle durch erneuerbare Biomasse zur Erzeugung von Wärmeenergie werden im Rahmen dieses Projekts 26.136 tCO2/Jahr eingespart.
Das Projekt kommt der lokalen Gemeinschaft in folgender Weise zugute:
- Wiederaufforstungsinitiativen: Durch die Einrichtung und Pflege einer eigenen Baumschule kann die Gemeinschaft einheimische Bäume und Pflanzen anbauen und so zur Wiederherstellung der lokalen Ökosysteme und zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.
- Spende von Ziegeln und anderen Baumaterialien an eine lokale Schule aus dem Dorf Fuzunga.
- Das Projekt unterstützt streunende Hunde aus der Region, da es in der Region keine Rettungsinitiative oder Tierheim gibt.
Auswirkungen und Vorteile des Projekts
SDG 13 – Klimaschutz: Durch die Ersetzung von Kohle durch erneuerbare Biomasse zur Erzeugung von Wärmeenergie werden im Rahmen des Projekts 26.136 tCO2/Jahr eingespart, was zur Abkehr von fossilen Brennstoffen beiträgt, einem wesentlichen Aspekt der Förderung nachhaltiger Energiepraktiken.
SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie: Die Verwendung von erneuerbarer Biomasse, darunter Papierschlamm, Sägemehl und Holzabfälle, trägt zu einer saubereren und nachhaltigeren Energieerzeugung bei und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Dies fördert den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen und verbessert die Energieeffizienz.
SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Die Bereitstellung von Schulungen und Kursen zum Kapazitätsaufbau für Mitarbeiter trägt zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten und zur Verbesserung ihrer Wachstumschancen auf dem Arbeitsmarkt bei. Dies fördert hochwertige Beschäftigung und die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinschaft.
Verpackung: Kleiner Hebel, konsequent umgesetzt
Positiv ist und bleibt: Das Team achtet im Alltag konsequent auf effiziente, möglichst kleine Kartonage, um reale Emissionen (Material und Volumen/Transport) zu reduzieren. Wir haben im gesamten Jahr 2025 keine neuen Versandkartons gekauft. Das ist kein „Big Bang“-Hebel, aber genau solche Disziplinen verhindert unnötige Emissionen im Tagesgeschäft.
Gesamtjahr 2025: Mehr Emissionen – und bessere Daten
Insgesamt ergibt sich 2025 ein klares Bild: Die berechneten Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich um 65% gestiegen. Der Haupttreiber dabei war das höhere Produktionsvolumen.
Gleichzeitig haben wir die Datengrundlage spürbar verbessert. Durch öffentlich verfügbare Daten ist die Detailgenauigkeit der CO₂e-Berechnung gestiegen – weg von groben Kilogramm-Schätzwerten hin zu modellbezogeneren Berechnungen (u. a. basierend auf Systemeigenschaften und Stromverbrauch). Diese neuen Datenquellen (z. B. Hersteller- und EU-Daten) nutzen wir inzwischen so, dass wir sie für neue Produkte auch auf der Website veröffentlichen.
Zusätzlich fließt nun die Nutzung von KI durch Mitarbeitende in unsere Scope-1-Statistiken ein. Das erhöht Transparenz – auch wenn es am Ende bedeutet, dass wir strenger zählen und dadurch höhere Werte sehen können.
Lieferanten-Audit 2025
Im Schnitt erfüllen unsere Lieferanten 50,3% der Nachhaltigkeitsanforderungen aus der Auditierung – rund +2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Wichtig dabei: Unsere Nachhaltigkeits-Kriterien werden jedes Jahr härter. Das macht den Vergleich anspruchsvoller, aber auch aussagekräftiger: Man sieht deutlicher, wer Umweltschutz und Verbesserungsprozesse ernsthaft betreibt – und wo es eher „nebenbei“ läuft. Bei einigen Lieferanten war fraglich, inwiefern alle Antworten vollständig der Wahrheit entsprechen. Genau deshalb werden wir den Audit-Prozess weiter schärfen – weniger „Selbstauskunft“, mehr Nachweislogik, Plausibilisierung und Vor-Ort-Audits durchs eigene Team.
Ausblick
Für das erste Quartal rechnen wir mit etwa gleichbleibenden Emissionen oder leicht fallenden Emissionen, da wir weiterhin von den Produktionsaufträgen zehren können, welche bereits in Q2 und Q3/2025 angestoßen wurden. Dies sorgt für bessere Verfügbarkeit für Sie und niedrigere Realemissionen entlang der Supply Chain.
Begleiten Sie uns auf unserem Weg, uns noch stärker für den Umweltschutz einzusetzen.
Machen Sie mit! Rüsten Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langlebigen und robusten Geräten von WEROCK aus. Damit erhalten Sie klimaneutrale, moderne Technik, die die Effizienz Ihres Unternehmens steigert. Gleichzeitig können wir mit unseren Gewinnen noch mehr für den Klimaschutz tun. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!









