Quartalsbericht Klima Q4/2021

Die Welt wird durch das Homeoffice virtuell und es gibt einen Wettlauf um die Komponenten und Ressourcen. Selten erlebte Computerbranche einen solches Wachstum wie seit Anfang 2020. Aber wir müssen uns eine Frage stellen: Was sind hier die Auswirkungen auf unseren Planeten, unsere Kinder. Bauen wir ein besseres Dach über deren Köpfe? Überlassen wir ihnen eine nachhaltigere Welt? Und welche Rolle kann die IT dabei aus betriebswirtschaftlicher Sicht spielen? Welche Auswirkungen hat meine Technologie auf den Planeten? Wie kann Nachhaltigkeit als Geschäftsvorteil gesehen werden? Unternehmen sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt, ihren ökologischen Fußabdruck zu begrenzen. Smarte IT-Entscheidungen sind nicht nur gut für den Planeten, sondern können auch klare geschäftliche Vorteile bieten. Um diese Entscheidungen zu unterstützen sind WEROCK-Produkte bereits vollständig klimaneutral durch Kompensationen. Ebenfalls erfolgt die Auswahl der Komponenten auch unter dem Gesichtspunkt eines optimalen Stromverbrauchs. Dies sorgt für Effizienz beim Arbeiten durch längere Akkulaufzeiten, aber eben auch für einen besseren Gesamtfußabdruck. Die EU plant bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein und die gesamte Wirtschaft Nachhaltig zu gestalten. Wie weit wir davon entfernt sind, hat Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck in seiner Eröffnungsbilanz deutlich gemacht: „Wir starten mit einem drastischen Rückstand. Die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen sind in allen Sektoren unzureichend. Es ist absehbar, dass die Klimaziele der Jahre 2022 und 2023 verfehlt werden. Aber wir unternehmen alle Anstrengungen, um den Rückstand wettzumachen. Hierzu müssen wir die Geschwindigkeit unserer Emissionsminderung verdreifachen und deutlich mehr in weniger Zeit tun.“ In einer Umfrage gaben 14 % aller befragten IT-Führungskräfte an, dass COVID-19 sie gezwungen hat, ihre Pläne zur Emissionsreduzierung entweder zu verschieben oder zu streichen, gaben 27 % an, dass sie neue Nachhaltigkeitsinitiativen hinzugefügt oder beschleunigt haben. 60 % der Unternehmen räumen dem Energieverbrauch von IT-Ressourcen in der Nachhaltigkeitspolitik ihres Unternehmens Priorität ein. Mehr als die Hälfte wählt außerdem Lieferanten, die ihre Nachhaltigkeitsziele teilen (54 %) und sich für die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs einsetzen (54 %). Nahezu alle befragten Unternehmen bewerten Anbieter auf der Grundlage von Nachhaltigkeitsnachweisen, wobei 39 % der Befragten konkrete Nachweise für ihre Nachhaltigkeitsleistung wünschen. WEROCK möchte Unternehmen dabei unterstützen, ihren Nachhaltigkeitszielen nachzukommen. Denn Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind eines der Kernsäulen der Unternehmensphilosophie von WEROCK. Wir wollen stetig besser werden. Mit unseren Reports auf Quartalsbasis wollen wir Einblicke in unsere Umweltschutzbemühungen geben und allen Beteiligten gegenüber maximale Transparenz bieten. Unsere Bemühungen sollen dabei jedoch kein „Greenwashing“ sein, denn wir wollen einen wirklichen Klimaeinfluss machen und unsere Produkte kontinuierlich umweltfreundlicher machen.  . Deswegen kompensieren wir vollständig alle Emissionen unserer Eigenmarkenprodukte. In regelmäßigen Abständen überprüfen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten inwiefern wir Verpackung, Logistik aber auch das Produkt selbst umweltfreundlicher gestalten können.

Emissionen

Unsere Emissionen sind im Vergleich zum dritten Quartal deutlich gesunken, was Zahlreichen nach 2022 verschobenen Projekten und Lieferengpässen geschuldet ist. Ebenfalls hat sich der Headcount erstmalig deutlich verkleinert. Wie bisher sind die Emissionen noch nicht exakt berechnet, da uns hierfür die Ressourcen fehlen. Als Berechnungsgrundlage für die Treibhausgasemissionen nehmen wir das Bruttogewicht eines Produkts inkl. Zubehör, Verpackung, Versandkarton sowie ggf. Füllmaterialien und berechnen dies mit unserer Formel für die Herstellung von Computern. Da die Herstellung eines Computers deutlich ressourcenintensiver ist als der eines Pappkartons entsteht eine deutliche Überkompensation – was uns zum Schluss lieber ist, als es eine exakte Emissionsberechnung zu haben.

Kompensation

Die Kompensation für das Quartal 4 2021 erfolgt nach Gold Standard. Mit dieser Kompensationszahlung unterstützen wir nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die lokale Gemeinde im Bereich Gesundheitsversorgung, Bildung, sauberes Trinkwasser und wirtschaftliche Entwicklung.  Klimaschutz darf kein purer Aktionismus sein. Gerade bei Kompensationsprojekten ist es wichtig, dass die zugehörige Infrastruktur ebenfalls nachhaltig gestärkt wird, damit die Klimaschutzprojekte auch langfristig durch die Bevölkerung vor Ort gepflegt werden können. Aus diesem Grund investieren wir nur in Projekte die mindestens fünf der 17 Sustainable Development Goals der vereinten Nationen erfüllen. Wir unterstützen den Bau eines 20 Megawatt Biomassekraftwerks, das Strom aus Reishülsen lokaler Gemeinden erzeugt. Durch die Verwendung eines erneuerbaren Brennstoffs verringert dieses Projekt die lokale Abfallmenge und reduziert gleichzeitig die Emissionen, indem es die Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen ersetzt. Unser Partner vor Ort ist die Godawari Power and Ispat Limited, einem Industrieunternehmen mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Durch dieses Projekt werden jährlich Tonnen von CO2 eingespart. Das Geld, das durch den Verkauf von Emissionsgutschriften generiert wird, dient der Finanzierung diverser Projekte.

Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ein gemeinschaftliches Erste-Hilfe-Gesundheitszentrum für die Dörfer am Rande der Kachhe Aari-Dongri-Minen.

Ziel 4 Hochwertige Bildung

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.

12 Gemeinschaftslehrer und 3 Anganwadi-Helfer in verschiedenen Schulen in der Umgebung, die zu besseren Bildungsmöglichkeiten vor Ort beitragen sowie ein Computer-Schulungszentrum für Stammesschüler des peripheren Dorfes Kachhe Parekodo Tekadhora. Dieses Zentrum ist zu einem Anziehungspunkt für Dorfkinder geworden, die gerne Computeranwendungen erlernen und nutzen möchten. Ebenfalls werden Bildungsreisen für Schüler der staatlichen Schulen Kachhe und Parrekodo sowie Stipendien für höhere Bildung für Schüler des Dorfes Dorba realisiert.

Ziel 5 Gleichberechtigung der Geschlechter

Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen

Installation einer Handpumpe in Mutidham, Dorf Tada. Diese Pumpe ist für den öffentlichen Gebrauch bestimmt und trägt dazu bei, den Druck auf die Frauen zu verringern, lange Wege für sauberes Wasser zurückzulegen.

Das Projekt nimmt auch die Gleichstellung der Geschlechter ernst und hat eine Anti-Sexual Harassment Policy eingeführt, die den Anforderungen des Sexual Harassment of Women at the Workplace (Prevention, Prohibition and Redressal) Act, 2013 entspricht. Es wurde ein interner Beschwerdeausschuss (ICC) eingerichtet, der sich mit Beschwerden über sexuelle Belästigung befasst. Alle Beschäftigten (Festangestellte, Vertragsbedienstete, Zeitarbeitskräfte, Auszubildende) fallen unter diese Politik. Im Jahr 2016-17 sind jedoch keine Beschwerden eingegangen.

Ziel 6 Sauberes Wasser und Sanitärversorgung

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Vertiefung des Teichs im Dorf Tada, um das Fassungsvermögen und den Zugang zu Wasser zu verbessern

Ziel 7 Nachhaltige und bezahlbare saubere Energie

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Dieses Projekt schafft dauerhafte Arbeitsplätze vor Ort.

Ziel 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Ein Näh- und Schneiderzentrum für Frauen zur Förderung der Selbstständigkeit.

Ziel 13 Maßnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen


Ziel des Projekts ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Biomasserückständen, d.h. Reishülsen, um die Treibhausgasemissionen (CO2) zu verringern. Da Biomasse ein CO2-neutraler Brennstoff ist, wird der von GPIL aus erneuerbarer Biomasse erzeugte Strom keine Treibhausgasemissionen haben. Außerdem ersetzt sie die auf fossilen Brennstoffen basierende Stromerzeugung aus dem NEWNE-Netz (das jetzt Teil des einheitlichen indischen Netzes ist), was zu einer Verringerung der Emissionen aus diesen fossilen Brennstoffen führt. Bei der Projektaktivität wird Biomasse im Kessel verbrannt, um Hochdruckdampf zur Erzeugung von 20 MW Strom zu erzeugen. Die primäre Technologie für die Projektaktivität ist die direkte Verbrennung von Reishülsen und die Stromerzeugung mit der Rankine-Zyklus-Technologie. Bei dieser Methode werden die Reishülsen direkt im Kessel verbrannt, wobei Dampf erzeugt wird, der einer Dampfturbine zugeführt wird, die den Generator antreibt.

Ziel 15 Leben an Land

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.

Fortschritte

Die Kompensationszahlung für das vierte Quartal erfüllt nun erstmalig acht der Ziele der Sustainable Development Goals der UN. Ebenfalls haben wir unseren ersten jährlichen Lieferantenaudit vorgenommen. Zwei Lieferanten sind durchgefallen, einer gab an, dass das Thema für ihn nicht relevant sei. Der zweite Lieferant konnte keine Bemühungen über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus darlegen. Im Schnitt erfüllten in den 2021 zugrunde gelegten Maßnahmen die Lieferanten diese zu 74%, eine insgesamt solide Basis. Ebenfalls wird unser Modell Scoria A104 eingestellt, zum einen wegen einer geringeren Nachfrage als wir dies erwartet haben – aber eben auch, weil der Akku nicht einfach und ohne Werkzeug tauschbar ist (ist aber möglich). Das Scoria A105 ist aufgrund der positiven Verkaufszahlen davon nicht betroffen. Sobald es ein Nachfolgemodell mit neuem Gehäuse gibt, wird dieses auch mit einem wechselbaren Akku ausgeliefert.

Rückschläge

Unser Lieferantenaudit hat auch einen direkten Einfluss auf unsere Produkte und unser Portfolio. Mit einem Lieferanten haben wir die Zusammenarbeit vollständig mit sofortiger Wirkung beendet, für bestehende Kunden halten wir entsprechend noch Ersatzteile vor. Der Bezug von Neugeräten ist nicht mehr möglich. Beim einem zweiten Lieferanten wirken wir auf den Lieferanten ein, die eigenen Bemühungen zu verstärken. Gleichzeitig halten wir die Geschäftsbeziehung noch solange aufrecht wie nötig ist um unsere Kunden zu bedienen. Für zukünftige Produktionsaufträge bei diesem Lieferanten werden wir unsere Klimakompensation für die restliche Geschäftslaufzeit verdoppeln. Mit Ende des geplanten Verkaufszyklus/Supportzyklus werden wir dann die Zusammenarbeit beenden, sofern dieser keine neuen Maßnahmen nachweisen kann. Neue Produkte/Projekte werden mit diesem Lieferanten dann nicht mehr realisiert. Unverändert ist die Situation der Bauteileknappheit rund um elektronische Komponenten und internationale Logistikpreise. Wir bemühen uns die Lieferzeiten für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten und setzen derzeit – leider – weiterhin auf Luftfracht.

Ausblick

Für das erste Quartal 2022 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Emissionen durch steigende Umsätze und Headcount.
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